Imbiss beim Sport..is(s) wichtig!

Mittwochs habe ich meinen Dauer-Sport-Abend: zwei Stunden Spinning und als Ausklang eine Stunde Muscle Fire – ein Kraft-Ausdauer-Training mit diversen Lang- und Kurzhanteln. Klingt nach viel? Naja, man kann sich dran gewöhnen und Spaß macht es auch….wenn man sich dran gewöhnt hat. Nun hatten wir im gestrigen zweiten Spinnung-Kurs eine Teilnehmerin, die nicht daran gewöhnt war und aufgrund der Anstrengung tobend und schnaubend zum Unglaublichen Hulk mutierte und alles kurz und klein schlug wohl wegen Unterzuckerung eine Zwangspause einlegen mußte. Kann passieren und sofort waren zwei Trainer da, die sich um sie kümmerten. Das stärkt das Vertrauen in das Studio und mitbekommen hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt davon eh wenig, weil die Dame genau hinter mir saß. Mitbekommen hatte ich es erst so richtig, als meine Kursleiterin zum Cool-Down die Ereignisse Revue passieren ließ. Man stelle sich das vor: Die Meute hockt durchgeschwitzt und in freudiger Erwartung des Kursendes auf den Bikes, coolt wie gesagt down und entspannt und will einfach nur in Ruhe dehnen und stretchen. Dazu braucht es auch nur wenige Anweisungen: „Soooo, ein Fuß nach vorne und dann die Wade dehnen…(soweit, so gut)….jaaaa., so kanns gehen…..(Pause)…jaja, was da alles passieren kann. (Nein, sags nicht!) Da isst man zu wenig und dann ist man ruck zuck unterzuckert. (Pause). So, jetzt das andere Bein…..Also grade wenn man zwei Kurse fährt, dann sollte man darauf achten, dass man vorher was gegessen hat. Oder zwischendurch ein Traubenzucker. (Pause). Und trinken ist auch wichtig. (Pause). Jaja, also ich finds ja toll, dass ihr da alle so toll geholfen habt! (Haben wir das????) Das ist ja wichtig, weil ich ja auch raus musste (das wollte ich dann so langsam auch, weil mein nächster Kurs bald anfing….), jemanden holen und dann sind alle allein. Das heisst allein seid ihr ja nicht, aber eben ohne Kursleitung und dann kommt man schon schnell raus (Habe ich schonmal gesagt, dass wir da immer noch mit dem „anderen“ Bein in der Übung verharrten und darauf warteten, endlich weiterzumachen?). Und wenn dann alle weitermachen, dann ist das gut! (Pause). Also zwischendurch was essen. So ein Riegel. (Pause). Muss ja keiner von hier sein. (sehr kurze Pause). Kann auch einer von Aldi sein. (Pause) Wie heissen die doch gleich? (etwas längere Pause) Naja, egal (Stimmt…!). Oder was anderes (NEIN, bitte NICHT die Ernährungspyramide aufzählen!!!). So ein Stück Schokolade zum Beispiel…“ (Klar, logisch, so ein Stück Schokolade ist erst so richtig gut, wenn man es nach zwei Stunden Spinning aus der Innenseite seiner durchgeschwitzten Hosentasche rausleckt. DAS würzt!). Auf meine blöden Kommentare wie „Gut, dann packe ich jetzt zum nächsten Kurs erstmal das Käse-Fondue aus“ habe ich dann verzichtet, weil es schon spät war trotzdem nicht verzichten können.

Wir waren immer noch mit der ersten von drei geplanten Dehnübugen beschäftigt, während wir weiteren Ernährungshinweisen in Bezug auf die Ausdauersteigerung durch Süßkram lauschten. Was liebe ich da doch die kurzen prägnanten Anweisung meines längjährigen Spinning-Trainers E.: „Trinktn Schlugg….is wichtich.“

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