Was wir so machen: Fokusgruppen

Hier wieder mal eine Geschichte aus dem Fundus….so geschehen irgendwann vor ein paar Jahren.

Das Projekt:
Fokusgruppen. Das sind Diskussionen mit einer bestimmten Zielgruppe zu einem bestimmten Thema.

Der Termin:
Am Montag der kommenden Woche beginnt in Berlin eine Fokusgruppe. Es geht unter anderem um die Erstellung einer Collage aus Bildern, die aus Zeitschriften geschnippelt werden.

Das Material:
Zeitschriften in großen Mengen: Zwölf Ausgaben pro Heft, das bedeutet, der Paketbote muß seeehr muskulös sein. Die Pakete kommen von den Verlagen und müssen dann nach Berlin verschickt werden.

Die Bedeutung:
Der Verlagsgruppe Milchstraße kommt der wichtigste Part zu: Vier Hefte á zwölf Ausgaben: Ein Hammerpaket, vor allem bei dem Format der Hefte.

Timing:
Knapp. Milchstraße versprach rechtzeitige Lieferung.

Das Rätsel des Bermuda-Dreieicks:
Die Hefte wurden heute früh um neun Uhr von der Spedition geliefert. Seither fehlt von ihnen jede Spur.

Missing in Action:
Nachdem ich den halben Tag durchs Haus gerannt bin und die Dinger gesucht habe (wie gesagt: Das Zeug ist wirklich wichtig), kam eben die Auflösung. Unsere Empfangsdame von heute früh erklärte mir, daß sie das Paket (auf
dem mein Name stand) aufgemacht hat und den Inhalt an Mitarbeiter verschenkt hat. Grund: Sie dachte, es seien Probeexemplare. Mein Gegenargument „da stand mein Name drauf“ hatte keine Chance! Was kann man gegen die Argumentation unserer Empfangsdame schon ausrichten, wenn sie sagt: „Och, auf den Paketen, die hier so täglich reinkommen, stehen oft immer wieder so viele Namen drauf..:“ Ich solle mal in Zukunft lieber anrufen, wenn ich Post erwarte.

Telefonseelsorge:
Würde ich den Wunsch unserer Empfangsdame umsetzen, komme ich vom Telefon nimmer los. Ich bekomme etwa 200 Zeitschriften im Monat bzw. pro Woche.

Kampf dem Blätterklau:
Wir verschickten jetzt eine Mail, in der alle Mitarbeiter aufgefordert werden, die Dinger wieder rauszurücken. Das bedeutet viele Tränen bei so qualitativ hochwertigen Titeln wie Tomorrow, dem Magazin, das eh keiner lesen will. Außer es koscht halt mal nix.

Das Schwabenländle:
Unser schwäbischer Kollege meinte dazu: „Hanoi, isch dengg, da wird demnächst aaaan Job als Empfaangsdaaaame frai.“

Will sich jemand bewerben????

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