Das merkwürdige Duschverhalten geschlechtsreifer Großstädter, Teil 2

Gestern beim Sport war es mal wieder so weit: Mir begegnete eine weitere seltsame Spezies homo masculinaris, die sich durch besonderes Verhalten in bzw. in diesem Fall nach der Dusche hervortat:

Es handelt sich dabei um die seltsame Art des FF – des Fuß-Föners. Erst kommen sie scheinbar trocken aus der Dusche (was ja schon schön ist, beherrschen sie doch offenkundig die Fähigkeit, sich mit einem Handtuch abzutrocknen). Aber der Schein trügt, denn offenbar hat die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten, nicht dazu gereicht, sich auf einem Fuß stehend den anderen abzutrockenen gereicht. Wir kennen das Phänomen aus allen möglichen Kursen, wenn der/die Trainer/in auffordert, sich auf ein Bein zu stellen und das andere zu dehnen. Die dabei resultierenden Figuren würden jedem Eiskünstläufer die Bestnote einbringen – vorausgesetzt, Duffy Duck oder Miss Piggy säßen in der Jury. Offenkundig erinnert sich der Fuß-Föner an diese Schmach, wenn er aus der Dusche kommt, glaubt er doch, eine elegantere Lösung gefunden zu haben. Denn: Er ist ja ein Mann und MUSS sich demnach die Technik untan machen. So schreitet er mehr oder minder bekleidet nach getaner Selbstberegnung (aus der Dusche!) zielstrebig in Richtung Fön, um dann, auf einem Bein stehend, hüpfend, herumtorkelnd wie ein russischer Matrose der Schwarmeerflotte mit dem Fön die Fußsohlen zu trockenen. HALLO?! Einfach hinhocken und ein Handtuch nehmen kommt nicht in Frage? Wieso denn nicht? Es ist ja nun nicht so, dass an jedem Schrank ein eigener Privatfön hängt, so dass andere in der Absicht, sich die HAARE zu fönen, nun nicht warten müßten und Zeugen dieses unfreiwillig komischen Schauspieles werden würden. Naja, ich kann glücklich sein….wenigstens sind die Füße gewaschen….zumindest hoffe ich, dass es nicht der Schweiß ist, der da zielstrebig vom Winde verweht wird….

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