Das Kabinett des Dr. Parnassus

Der Teufel gewährt Dr. Parnassus ewiges Leben, doch dieser merkt während der vielen Jahrhunderte, welche Qual ihm dies bereitet und wie sehr er zum Spielball des Teufels wird, der mit immer neuen Wetten an ihn herantritt. Ein Fremder ohne Erinnerung, den die Tochter Parnassus aus der Themse fischt, bringt dann unerwartete Wendungen in das Leben aller Beteiligter.

Warum wird um einen Film wie „Avatar“ ein riesiges Geschrei gemacht und ein Film wie „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ läuft quasi so nebenbei? Weil 3D fehlt? Möglich, denn an einem Mangel an Stars kann es nicht liegen, denn mit Heath Ledger, Christopher Plummer, Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law ist der Film ja nun wahrlich erstklassig besetzt. Vielleicht liegt es aber daran, dass Terry Gilliam weitaus weniger mainstream-tauglich ist. Seinen Humor und seinen Erzählstil muss man eben mögen. Und während einem bei „Avatar“ gleich zu Beginn quasi alles dreidimensional um die Ohren fliegt, nimmt sich „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ Zeit – fast schon zu viel Zeit und ich werde das Gefühl nicht los, man hatte nach dem Ableben von Heath Ledger Angst, zuviel von ihm gerauszuschneiden, um so möglichst viel von ihm zu bewahren. Möglich aber auch, dass dies nötig ist, um sich mit seiner Figur zu identifizieren – oder um in den großartigen Bildern zu schwelgen. Der Film braucht jedenfalls eine Weile, um in die Gänge zu kommen und wird dann immer bösartiger – bis zum Schluss.

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