Archiv für die Kategorie ‘Japan’

Der ganz andere Soundtrack zum Film

Montag, 30. November 2009

Zugegeben, es gibt Leute, bei denen ich das Gefühl habe, sie haben zuviel Zeit. Eine dieser Spezies begegnt einem immer mal wieder auf Youtube.  Das sind dann Fans oder Verrückte (die Trennlinie ist manchmal nicht so genau zu ziehen), die sich aus ihren Lieblingsfilmen ein paar Sequenzen zusammenschnippeln und dann DIE Musik drunterlegen, die ihrer Meinung nach viel besser passt. Gut, wems gefällt…Meistens ignoriere ich sowas. Bei dem folgenden Clip, den ich am Samstag durch Zufall entdeckte, fiel mir das schwer, denn zum einen mag ich den Film, zum anderen hab ich damit grade einen neuen Ohrwurm für mich entdeckt. Also enjoy Final Fantasy – The Advent Children featuring Sonata Arctica…..

Bento Box

Mittwoch, 11. November 2009

Was man hier in Deutschland profan Freßpaket oder Lunchpaket nennt, heisst in Japan Bento Box. Und da wir es hier mit einem Land zu tun haben, in dem man nicht einfach ’ne Butterstulle in eine Plastiktüte stopft, sind Bento Boxen Kult – und eine Kunst für sich. Allerdings stellt sich mir unweigerlich die Frage, was die japanische Hausfrau wirklich darüber denkt, ihrem Liebsten täglich diesen „kleinen“ Snack zubereiten zu müssen (Hausfrau deshalb, weil eine berufstätige Frau ja wohl kaum Zeit hat, auch noch in der Küche täglich eine solche Materialschlacht abzufeuern). Lassen wir also mal wieder mein liebstes Kochformat „Cooking with a dog“ zu Worte kommen – wie immer untermalt mit dudelnder Fahrstuhlmusik:

Zweideutige Festtage woanders

Dienstag, 10. November 2009

Gut zugegeben….für einen nicht-westlich geprägten Menschen mag es bisweilen sonderbar anmuten, wenn zur kalten Jahreszeit Zauselgreise mit Rauschebart in roten Kitteln kleinen Kindern nachjagen und sinngemäß so etwas brabbeln wie „Ich hole meine Rute raus!“. Und auch die Vorstellung, ein Hase verteile Eier mag jedem halbwegs biologisch wissenden Individuum ziemlich grotesk vorkommen. Aber auch anderswo gibt es Sitten und Gebräuche, die uns seltsam anmuten. So wurden wir als Japanisch-Lernende gestern mit dem Festtag des „shichi go san“ konfrontiert. Was passiert dabei? Kleine Kinder werden geschminkt und auf die Straße geschickt. Spätestens das dürfte Kinderschützer auf den Plan rufen. Aber es wird noch schlimmer: Laut unserer Lehrerin bekommen die Kids von Erwachsenen lange, 15 Zentimeter lange harte Stangen, die sie sich in den Mund stecken. Es mag sich entrüsten wer mag: Ich konnte mir nur schwer verkneifen, lauthals vor Lachen loszubrüllen. Die harten Stangen, in weiß und pink und nicht in dunklen Farben erhältlich, bestehen übrigens aus Zucker- bzw. Bonbonmasse. Der Zweck des Festes ist es, die lieben Kleinen zu einem Shinto-Schrein zu schleifen und dort um ein langes Leben zu bitten. Gut….die Zähne gehen in DEM Alter ja nochmal in die zweite Runde, sonst würde ich sagen: Ein Fest der Zahnärzte.

Tun Sie DAS woanders!

Dienstag, 03. November 2009

Japaner sind sehr diszipliniert. Das merke ich jede Woche, wenn sich meine Sprachlehrerin mit uns herumschlägt und wir wieder mal von suwarimasu die falsche te-Form benutzen. Offenbar gibt es aber immer wieder vor Ort in Japan an den Bahnhöfen Probleme mit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, wie ich jüngst lesen (Danke P., für diesen wie immer sehr lesenswerten Beitrag!) konnte. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Metro in Tokyo inzwischen zahlreiche Poster mit Verhaltensregeln auf Lager hat – zumal diese zeigen, dass es immer noch kulturelle Differenzen bei der Interpretation gibt:

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„Spielen Sie Golf bitte nur mit Ihrem Regenschirm!“

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„Hier müssen Sie Übungen an den Ringen machen, sonst dürfen Sie hier nicht stehen!“

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„Tun Sie nicht so, als hätten Sie ein Handy zwischen Kopf und Schulter eingeklemmt. Das ist verboten! Sie müssen auch ein Handy dazwischenklemmen! Und wenn Sie schreiben wollen, dann benutzen Sie gefälligst einen Bleistift!“

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„Der Nikolaus darf nicht mit diesem Zug fahren!“

„Mein Gott…es ist voller Sterne…“

Dienstag, 29. September 2009

Na, Filmzitat erkannt? Mit diesem denkwürdigen Satz aus „2001 – A Space Odyssee“ könnte man auch den gestrigen Japanischunterricht betiteln. Wir erinnern uns: Infos über die japanische Kultur sind immer Bestandteil des Unterrichts und kommen am Ende der Sitzung. Ich nenne es den „kulturellen Rausschmeisser“. Schon einmal durfte sich unsere Gruppe an der Kunst des japanischen Papierfaltens – Origami – versuchen. Damals sollten wir uns einen Kranich falten….auch wenn bei den meisten eher eine alte Nebelkrähe oder ein Stück undefinierbar zusammengeschustertes Papier herauskam. Da wir aber wissen, dass selbst japanische Kindergartenkinder das alles beherrschen und wir nun schon fast Fortgeschrittene sind, ging es in die nächste Runde. Wir nehmen also zwei Stück Papier unterschiedlicher Farbe….

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…an denen wir ein bißchen rumfalten. Und immer darauf achten, dass…ach, egal…haben wir eh nur mit Hilfe unserer charmanten Lehrerin hinbekommen. Die beiden kunstvoll gefalteten mit Ach und Krach zusammengemurxten Papierdinger werden dann ineinander gelegt und miteinander verpackt und *tadaaaaaaa*…..

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…wir haben einen orginal Ninja-Wurfstern. Im Hintergrund sehen wir, dass es manchmal drei Hände braucht, um das Ding zusammenzusetzen. Dank meiner herausragenden Fähigkeiten war ich aber schneller fertig…und war der Erste, der das Ding wieder zerlegen durfte, weil es falsch zusammengesetzt war. Dann aber war der Wurfstern fertig. Jetzt nur noch kucken, wer den größten hat….

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…und sich drüber freuen. Dafür wurde ich Dritter im Wurfsterneweitwurf und gewann zwei japanische Karamellbonbons mit Salzgeschmack. Seeehr lecker! Achso: Der Eindruck, dass wir nur drei Personen sind, trügt. Der Eindruck, dass mein Wurfstern an dieser Stelle immer noch falsch zusammengesetzt war, trügt leider nicht.

Rein und raus: Bahnchaos in Tokyo

Dienstag, 15. September 2009

Runde zwei in Japanisch, Semester 4. Und weil wir immer eng an der Realität bleiben, haben wir uns vom Lehrbuch, das den wunderbaren Titel „Japanisch im Sauseschritt“ trägt, kurzzeitig gelöst. Denn wie fängt man einen japanbegeisterten Gai-Jin am besten ein? Man hält ihm etwas aus Japan unter die Langnase. Nein, das hier ist nicht das Schnittmuster aus der aktuellen Burda Moden. 

 Tokyo-Metro

Es handelt sich hierbei um den Netzplan der Tokyoter U- und S-Bahnen. Die Aufgabe: Sucht euch zwei beliebige Punkte und erklärt euch, wie man mit welcher Linie dorthin kommt und wo man in welche Linie umsteigen muss. Und umsteigen muss man da dauernd. Selbst wenn man nur eine Station weiter will. Auf Japanisch. Mein Rat: Wenn nun jemand versucht, vom internationalen Flughafen Narita (oben rechts) zum Flughafen Haneda (unten Mitte) zu kommen: Geh zu Fuß….

Wenn die Küche vor die Hunde geht

Dienstag, 25. August 2009

Bald ist es wieder so weit: Am 7. September geht endlich endlich endlich mein Japanischkurs weiter. Ich freu mich schon total drauf – was ja eine schöne Gelegenheit wäre, meine Freude dadurch zum Ausdruck zu bringen, was für meine Lehrerin und für die anderen Kursteilnehmer zu backen. Was Süßes zum Beispiel. Also rein ins Web und Youtube ist mein Freund. Dort habe ich ein Rezept für Ichigo Daifuku gefunden. Sieht gut aus.

Fragt sich nur: Wo kriege ich Bohnenpaste her? Was ist das für eine zuckergußartige Masse…und wer um alles in der Welt kam auf die bescheuerte Idee, diese Kochsendung von einem zerzausten Köter moderieren zu lassen, der aussieht, als sei auf seinem Kopf eine Ratte explodiert und der so tut, als könne er Englisch? Ich sehe, ich muss noch viel über Japan lernen…*seufz*    
                       

Japanese Toilet Training, part 2

Dienstag, 18. August 2009

Manchmal braucht man für jeden Sch*** ein Video… 🙂

Chijyo no hoshi

Samstag, 15. August 2009

Der Song war wohl in Japan der Titelsong einer TV-Sendung.

Ich finde: Großartiger Song, großartige Stimme und ein geniales Video.