More of the same

Verdächtige Ruhe bei Elchplausch. Nein, ich plane keinen großen Re-Rollout. Ich verharre in Schockstarre. Als Beobachter der Online-Medien stelle ich derzeit fest, dass es offenbar nur noch auf die Produktion billigen -zigfach verwursteten Contents ankommt. Kleine Ko(s)t(z)probe gefällig? Spiegel Online dokumentiert heute die lustigsten Ortsnamen. In der Rubrik „Auto“ unter „Fahrkultur“. Letztlich geht aber einfach nur darum, mal wieder einen billigen Lacher zu erzielen mit Namen wie Wixhausen, Blödesheim oder Fuckingen. Der Leser haut sich vor Lachen auf die Schenkel oder verweist auf Bild Online, die mit penetranter Regelmässigkeit diese Aufzählung bringen, wobei es sich bei Blöd Online ja immer um die „irrsten“, „verrücktesten“ oder sonstwie als abgedreht bezeichneten Orte handelt. Nach dem Motto: Hauptsache, es ist abgedreht und irgendwie ungewöhnlich. Die Mechanik nutzt sich offenbar noch lange nicht ab. Die Inhalte schon, denn offenbar arbeiten bei Bild, Focus oder Spiegel Online immer dieselben freiberuflichen Textknechte, die einfach so „irre schlecht“ bezahlt werden, dass sie ihren Krams einfach im unterschiedlich, wiel heissen zielgruppengerechten, aufbereiteten Gewand aufbereiten müssen, um über die Runden zu kommen. Journalistische Vielfalt? Wohl kaum. Einfach nur derselbe Müll in neuen gelben Säcken.

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