Archiv für August 2010

Titanic 2 – Mir fehlen die Worte

Montag, 30. August 2010

Da denkt man an nichts Böses, wenn man durch irgendwelche Blogs stöbert – bis man die Meldung findet, dass es einen zweiten Teil von Titanic geben soll. Nein, ich glaubte nicht wie andere Leser an einen Aprilscherz. Ich wußte: This is f*** serious, denn die Story ist doch zu dramatisch und die Einspielergebnisse von James Camerons Film sind zu gigantisch, als dass nicht irgendein Schwachmat auf die Idee kommen könnte, nicht doch noch am Kuchen teilzuhaben und hier eine Fortsetzung auf Kiel zu legen. Während der TV-Film „Raise The Titanic!“ noch eine gewisse Orginalität aufweist und das Wrack der Titanic gehoben werden soll, um an irgendein wertvolles Mineral zu gelangen, geht es bei „Titanic 2″ einfach darum, dieselbe Story nochmals zu erzählen, die uns im Kino dank Leonardo DiCaprio und Kate Winslet die eine oder andere Träne vergißen ließ. Wie aber stellt man das an? Man baut das Schiff neu, versetzt die Handlung damit zwangsweise in die Neuzeit, lässt eine Gruppe mehr oder minder zu Recht unbekannter Darsteller antreten und garniert das ganze sich anbahnende Machwerk mit kopierten Einstellung a la Cameron und mit gruseligsten Computer-Animationen.  Da aber Eisberge dank Radar heute einigermaßen zeitig erkannt werden, muss ein Tsunami nachhelfen, der den Eisblock quasi mit Lichtgeschwindigkeit in die Bordwand wummert. Eine Story wie vom Winde verweht und geschrieben wie ein Kettensägen-Massaker. Wer immer noch nicht glaubt, dass das ernst gemeint sei, der möge nun bitte die Spucktüte bereithalten und sich den Trailer anschauen….das Werk selber wird allerdings leider leider leider direkt auf DVD erscheinen und uns in den Kinos erspart bleiben. Nein so ein Unglück….

Ein Film für Arme….allein über die drei Hansels, die am Kai die Taschentücher zum Abschied schwenken, kann man sich beömmeln. Ungeklärt ist bislang allerdings noch die Frage, ob es sich dabei nicht doch um die bisherigen Käufer der DVD handelt, die ihrem Geld hinterherwinken?

Was wir so machen: Gruppendiskussionen

Freitag, 13. August 2010

Ein wertvoller Bestandteil der Marktforschung, die ich im Hauptberuf ja so betreibe, ist das Organisieren und Führen von Gruppendiskussionen. Man lädt sich seine Zielgruppe ein und beratscht mit denen stundenlang, was sie so denken, wie sie dieses oder jenes Produkt finden oder ob sie sich durch die langweilige Werbebotschaft besser angesprochen fühlen als von der noch langweiligeren. Die Vorbereitung solcher Gruppendiskussionen erfordert eine gewisse Zeit, die meist für das Erstellen eines geeigneten Fragebogens draufgeht. Denn leider leider leider wird mein Improvisationstalent bei derartigen Veranstaltungen von meinem Arbeitgeber in keiner Weise gewürdigt. Bloß weil sowas mehrere Euro kostet, sieht man es hier garnicht gerne, wenn man sich mit einem flotten „Na, was wollen wir denn heute machen?“ bei den Leuten vorstellt. Auch ein „Ich habe keine Ahnung, was ich noch fragen soll. Schlagen Sie doch mal was vor!“ sieht man eher mit Mißbilligung. Nun kann es aber auch passieren, dass der Fragebogen so umfangreich ist, dass man das Verfallsdatum der Befragten deutlich überschreiten würde. Auch man selber als Moderator möchte doch dann irgendwann mal zeitig nach Hause kommen. Man muss also entweder kürzen – oder einfach darauf beharren, dass man mal klar zeigt, wer der Herr der Diskussion ist. Dies kann man vortrefflich damit erreichen, in dem man den Personen einfach mal ins Wort fällt. Sätze wie „Das sagten Sie bereits.“, „Wen bitteschön soll DAS denn nun wieder interessieren?“, „Erzählen Sie das Ihrem Hund und nicht mir.“, ein forderndes „Jaja, schon gut, danke….“ oder ein leicht provozierendes „Hat noch jemand etwas derart unqualifiziertes zu sagen?“ helfen ebenso wie ein „*gähn*„…..was sagten Sie grade? Ach lassen Sie es, wenn Leute wie Sie etwas nochmal erklären wollen, wird es meist schlimmer…also NOCH schlimmer als beim ersten mal.“ Das führt zu einer für alle erfrischenden Abkürzung der Diskussion und zu Stille im Raum. Altbewährt ist auch die Einleitung einer Frage mit dem Satz „Bevor Sie nun antworten, denken Sie bitte dieses mal etwas besser nach, denn sonst kommt wieder so ein Schwachsinn bei raus wie bei der Frage, die Sie vorhin schon mehr als leidlich beantwortet haben.“ Sollte das alles nicht helfen, empfehle ich die Frage „Dauerts noch lange? Mein Auto hat nämlich nur noch eineinhalb Jahre TÜV.“ Das sollte dann reichen…Spätestens die nächsten Projekte übernimmt dann wieder der Kollege.

FAQs zum iPhone

Freitag, 13. August 2010

Für alle, die ein iPhone wollen, aber nicht so wirklich wissen, was das überhaupt ist, gibt es hier eine kleine Anleitung:

Die Terminator-Nudel und die Wrestler-Wolke

Dienstag, 10. August 2010

Wenn Prominente Werbung machen, dann ist es vor allem bei US-Stars üblich, dass in deren Verträgen eine Klausel enthalten ist, wonach der Spot nicht in deren Heimat ausgestrahlt werden darf. Dies mag sicherlich Gründe haben, die vertragsrechtlicher Natur sind. Warum soll denn ein Unternehmen für teuer Geld einen Spot mit einem Star drehen, der dann einfach von der Tochterfirma in einem anderen Land übernommen werden könnte? Jaja, schon klar. Ich denke mal, oftmals dürfte es den Promis einfach peinlich sein, mit den Werken ihrer Schauspielkunst zu Hause nochmals konfrontiert zu werden. Ein schönes Beispiel sehen wir hier, wenn Altwrestler Hulk Hogan auf Wolke Sieben schwebend in schönster Sesamstraßen-Manier die Wochentage heruntersingt…..

…oder der Terminator verkleidet als Geisha seine Cup-Nudeln schlürft.

Da lobe ich mir doch George Clooney, der sein Nespresso-Käffchen aus der Büchse schlabbert.

Da tankt die Tanke

Montag, 09. August 2010

Vor Vancouver liegt eine Tankstelle für Sportboote. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, denn irgendwo muss man ja als Bootsbesitzer hin und wieder tanken.

Wie aber kommt der Sprit zur Tankstelle? Mit langen unterseeischen Leitungen? Nö. Mit einem Tankschiff? Zu einfach! Man beamt ihn hinüber? Ach was! Nein, man nimmt einen gewöhnlichen Tanklastzug, stellt den auf eine Schwimmplattform und zieht diese dann mit einem Schlepper zur Tankstelle und betankt die Tanke. Ist doch sowas von einfach. Also da hätte man auch selber drauf kommen können!

Zugfahren wie im Kino

Freitag, 06. August 2010

Der Film „Chihiros Reise ins Zauberland“ (Sen to Chihiro no kamikakushi) war für mich so etwas wie ein Türöffner zu den Filmen des Studio Ghibli. Zu den eindrucksvollsten Bildern gehört für mich die versunkene Bahnlinie, über die Chihiro zur Hexe Zeniba gelangt. Warum eigentlich baut man sowas nicht mal als Modell? Dumme Frage! Weil Wasser und Schienen und Elektrizität sich sowas von nicht vertragen. Ist doch….gar nicht so klar. Denn: Es geht, wie das Bild beweist:

Dieser Triebwagen fährt tatsächlich durch Wasser. Wie das geht, hat Edwin Scott, der Erbauer dieser kleinen Anlage auf seiner Website erklärt.

Das merkwürdige Duschverhalten geschlechtsreifer Großstädter, Teil 3

Freitag, 06. August 2010

Gestern begegnete mir im Sportstudio wieder eine seltsame Dusch-Spezies: Der Brüllduscher. Dieses putzige Exemplar zeichnet sich dadurch aus, dass es nichts, aber auch wirklich rein garnichts leise machen kann. Bereits das Ende des Sportkurses, wo dieser Artgenosse sein Revier aufgeschlagen hat und den Kurs stets mit seinen Kommentaren wie „UUUUH SCHWER, DAS GEWICHT!!!!“ oder „HEIEIEIIIIII!“ untermalt, lässt Schlimmes erahnen, wenn er sich mit einem schreienden „JA ALSO TSCHÜSS DANN!“ verabschiedet, um diese Art der lautstarken Konversation in der Umkleide fortzusetzen. Was auch immer er mitteilt: Der Adressat seiner fröhlichen Brüllerei ist unklar, denn es könnte praktisch jeder innerhalb der Umkleide, des Sportstudios oder auch des Stadtteils sein. Unter der Dusche gehen dann diesem kleinen Wüterich zwar die Gesprächspartner, nicht aber die Themen aus. So wird dann lautstark ins Nichts hineinphilisophiert, dass das Wasser heute wieder sehr nass, kalt oder warm sei und diese Gefühlsregung wird dann noch mit Geräuschen und Worten wie „WAAAAAAAAAAAAAH!!!!“, „HUIUIUIIII!“, „UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUH“ oder einem philisophisch-angehauchten „JAAAA JAAAAA!!!!“ kommentiert. Jede noch so kleine Gelegenheit wird nicht ungenutzt gelassen, um lauthals zu zeigen, dass man auch noch da ist. Regelmäßige Furz-Geräusche aus der Duschgel-Tube unterstreichen die akkustische Markierung der Reviers ebenso wie lautes Aufstampfen mit dem Fuß oder der beherzte Schlag auf die Duschamaturen. Einher geht das natürliche Verhalten des Brüllduschers stets mit ausladenden Bewegungen, die jedem fremden Artgenossen unmißverständlich klarmachen „Hier bin ICH und Du kommst hier nicht her!“. Stille oder auch eine zurückhaltende Gestik ist dem Brüllduscher ebenso fremd wie das Wissen, dass es nicht jeder wissen will, wie sehr der Brüllduscher das letzte Mal doch in der Sauna im eigenen Saft saß.

Kanada-Nachlese

Dienstag, 03. August 2010

Hier einfach mal an interessiertes Publikum die ersten Impressionen des Sea-to-Sky-Trips mit dem Rocky Mountaineer.

Und hier noch etwas aus der Rubrik „Ach…echt…?!“ Das Schild besagt, diese Brücke ist eine Steinbrücke. Ach…echt…?!

Erinnerung ans Studium

Montag, 02. August 2010

*seufz* Dieser Werbespot war mal Teil eines Referates über PKW-Werbung in einem Hauptseminar „Ästhetik des Werbefilms“. Und ich finde den Spot immer noch großartig……!

Zurück in Deutschland…30 Jahre zu früh

Montag, 02. August 2010

Ja, ich bin wieder da. Schon seit letzter Woche. Aber irgendwie gedanklich noch in Kanada. Die letzten Tage dort boten auf Vancouver Island zwar die technische Möglichkeit, zu bloggen, aber leider nicht die Zeit. Dabei war es ohnehin eine Materialschlacht…von Vancouver nach Victoria, der Hauptstadt von British Columbia, per Wasserflugzeug. Dort den Mietwagen. Drei Tage später den Mietwagen wieder abgeben, mit dem Bus eine Stunde zum Fährhafen, dort mit der Fähre, dann eine Stunde mit dem Bus nach Vancouver, dann den Sky Train, dann nochmal den Bus. Naja. Der Weg ist das Ziel. Was mir seit meiner Rückkehr fehlt? Das nächtliche Sirenengeheul in den Straßen? Definitiv. Eis im 5-Liter-Eimer? Definitv nicht. Aber die Zwei-Liter-Flaschen Grapefruit-Limo, die es hier ums Verrecken nicht gibt. Ich habe Entzug. Ganz ehrlich. :-) Letztlich beschleicht mich aber nicht nur wegen der Grapefruit-Limo das Gefühl, dass ich besser erst in 30 Jahren wiedergekommen wäre. *seufz*