Archiv für Mai 2010

Menschrechtsverletzungen? Nein, Kunst!

Donnerstag, 27. Mai 2010

„Wie, Du willst nicht länger 38 Stunden am Tag arbeiten, obwohl ich Dir doch jedes Jahr ein Gehalt von 50 Cent zahle?“ Der flüchtige Betrachter wird sich sagen: Wußte ich es doch! In China werden Rechte und die dazugehörigen Mensche mit Füßen getreten! Hier ist der Beweis!

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Doch was auf den ersten Blick ausschaut wie die jüngst in Verruf geratene Produktionsstätte eines namhaften IT-Herstellers, entpuppt sich dann als ein Beispiel für die Arbeit des chinesichen Künstlers Li Wei, dessen Arbeit immer wieder auf – wie ich finde –  grandiose Art mit Sehgewohnheiten spielt. Der Herr is dem weißen T-Shirt ist übrigens Li Wei. Hier noch ein Beispiel….

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…wer mehr sehen will, klickt hier.

Hobby: Maulwurf

Donnerstag, 27. Mai 2010

Sie suchen ein neues Hobby, das nicht jeder hat? Modelleisenbahnen sind Ihnen zu langweilig und eine Gartenbahn zu gewöhnlich? Dann machen Sie es doch so wie Leonid Muljartschik. Der baut sich zu Hause seine eigene kleine….U-Bahn!

Diese verbindet sein Haus mit dem nahen Strand und ist zudem von den Behörden offiziell abgesegnet. Keine schlechte Idee! Wer mehr lesen will (englische Site) klickt hier. Ich mache mir jetzt mal meine Gedanken, wie ich meinen eigenen kleinen Transrapid bauen kann, mit dem ich von zu Hause zur Arbeit komme.

Hollywood – Der Ort der Ideenlosigkeit

Dienstag, 25. Mai 2010

Auf meinen letzten Eintrag „Filme…verzweifelt gesucht“ lässt sich nun noch etwas draufpacken. Heute flatterte die neue Cinema in meinen Briefkasten. Oder das, was von „Europas größter Filmzeitschrift“ noch übrig blieb. Aber lassen wir das, denn das ist ein anderes Thema. Was steht denn dem Kinobegeisterten in 2010/2011 bevor? Schauen wir uns das mal an: Shrek 4. Angeblich der letzte Teil. In 3D. War ja zu befürchten. Der Rest aber lässt auch Schlimmes befürchten: Das Remake von Piranha, der zweite und dritte Teil von Avatar, zwei Prequels zu Alien, Kung Fu Panda 2, Die Chroniken von Narnia 3, Cars 2, Toy Story 3, ein neuer Resident Evil, Jackass 3D oder Tron Legacy. Ach ja, und George Lucas peppt Star Wars in 3D auf. Und womit beglückt uns das deutsche Kino? Mit einem neuen Wicky-Film. Auch in 3D. Bei soviel Ideenlosigkeit kann man den Filmemachern und Studios eigentlich nur den gestreckten Mittelfinger zeigen – gerne in 3D.

Filme…verzweifelt gesucht

Mittwoch, 19. Mai 2010

Neulich hatte ich einen Beitrag in der „epd film“ gelesen, der sich kritisch mit dem Hype um 3D auseinandersetzt. Die These: Wenn Kinofilme aufgrund des hohen Aufwands von 3D immer teurer werden, dann wird man sich auf immer weniger und dafür aufwändigere Filme konzentrieren müssen. Ergo: Kleinere Filmkonzepte bleiben auf der Strecke und verstauben in der Schublade.“ Frage: Ist das schon jetzt Realität? Derzeit vermisse ich neben den groß angekündigten Krawallschachteln a la „K(r)ampf der Titanen“, „Robin Hood“, „Prince Of Persia“ oder dem in meinen Augen absolut unnützen Remake von „A Nightmare On Elm Street“ Filme, die eine vernünftige Rahmenhandlung haben. Sprich: Filme, die mich fesseln, berühren, aufregen, mitreissen. Und dazu brauche ich kein 3D, keine Special Effects und keine Giga-Kampfszenen. Sondern ein gutes Drehbuch. Liebe Filmbranche: Falls Du das hier liest – Ihr verliert grade massiv eine Zielgruppe aus den Augen. Nämlich die der Post-Teens.

Fußball, Journalismus und der Ball-Lack

Dienstag, 18. Mai 2010

Als ob mir als völlig Fußball-Desintressiertem nicht schon der ultimative Horror-Schocker bevorstehen würde: Die Fußball-Welt-EM in Südasien, -afrika…wo auch immer. Wobei Asien den Vorteil hätte, dass zumindest die Zeitverschiebung derart groß wäre, dass man tagsüber wenigstens seine Ruhe hätte. Nein, jetzt muss auch noch irgendein Fußballer sich Aua am Fuß machen, weswegen er wohl nicht mit kann. Also, als meine über 90jährige Oma einen Oberschenkelhalsbruch hatte, hat sie tapfer die zweiten und dritten Zähne zusammengebissen und wurde wieder gesund. Und was macht Deutschland? Soooofooort, als ob Wohl und Wehe der Welt von den Haxen eines Sportlers abhängen würde, werden Sondersendungen veranlaßt. Das Erste, das Zweite, das Dritte berichten. Für mich das Letzte. Und weil so eine angebröselte Latschenkiefer nun nicht wirklich Nachrichtenwert hat, suchen die Medien am Tag 2 nach dem Knöchelknix nun nach Themen, das Ganze weiter irgendwie auf die Agenda zu wuchten. Heute war bei einem bundeslandweiten Radiosender zum Wachwerden DAS Top-Thema: Spieler XY entschuldigt sich bei Ball-Sack, weil er ihm auf den Fuß gelatscht ist. Doch auch diese Meldung von heute früh ist längst Schnee von gestern. Jetzt kündigt die öffentlich-rechtliche Konkurrenz an: „Gleich bei uns! Wir reden mit dem Mann, der Prallsack gestern aus der Klinik abgeholt hat! Gleich bei uns! Ein Taxifahrer aus München.“ Wie dämlich muss es denn noch werden? Und was kommt, wenn wir den Gipsverband zu Tode fotografiert haben, die Oma des Parkwächters vom Dackel, der mal auf den Rasen gerödelt hat, auf dem Ballack dann doch nicht gespielt hat, interviewt wurde und der Autoreifen vom Taxifahrer hinter dem Tagxifahrer, der Ballack dann gefahren hat, nach seinem Befinden befragt wurde (O-Ton: „Da biste platt!“)? Was kommt dann? „WM in Gefahr! Wetter in Südafrika ist dort wärmer als hier!“ oder „Bohnen zum Frühstück! Wann lässt Jogkurts Löbs Truppe einen Heim fahren?“ Ich sehe schon, mir stehen grausame Zeiten bevor…

Einfach mal ein Video…

Montag, 17. Mai 2010

…und kein weiterer Kommentar…*grins*…

Optimierte Optimisten opalisieren

Dienstag, 11. Mai 2010

Word. Ein Geschenk der Firma Microsoft an die (vermeintlich arbeitende) Bevölkerung. Ein Programm, mit dem man sene Gedanken zu Papier Monitor bringen kann. Und wenn einem die Worte fehlen, dann springt das Programm in die Bresche und gibt nützliche Tipps. Und damit der Fehlerteufel keine Chance hat, gibt es die Rechtschreibkorrektur. Sagen Sie „Hier ist alles im Eiter“, dann meinen Sie vielleicht „Eimer“? Und wer zu Hause einen Garen hat, der meint wohl seinen Garten und nicht den alten Kochtopf. Oder doch? Nur mit dem Optimieren hat man es nicht so bei Microsoft. Wer etwas optimieren will, der will sich in Wahrheit kostümieren. Oder er geht unter die Poeten. Kann man das optimieren….poetisieren….kostümieren. Ach egal….“ALLE IGNORIEREN“.

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Bitte recht freundlich…ausführlich freundlich…

Mittwoch, 05. Mai 2010

Ich bin grade auf der Suche nach einer neuen Kamera. Bedingung: Das Ding muss Bilder machen…schon klar. Aber eben auch die Möglichkeit bieten, manuell einzustellen und auch Langzeitbelichtung muss möglich sein. Derzeit ist in der ganz ganz engen Auswahl ein Modell von Panasonic. Eine Lumix FTZCDX-TT-GTI-TDIschlagmichtot38sonstwas. Als alter Canon T70-Fan, die ich heute immer noch genial finde, liebäugele ich aber auch immer noch mit einer digitalen Spiegelreflex. Im konkreten Fall mit der EOS 1000D. Die Qual der Wahl ist derzeit eine echte Qual. Also dachte ich, die Gebrauchsanweisung könnte Aufschluss geben. Zunächst die Freude: Beide Kameras können im Grunde das, was ich suche. Schön. Also eigentlich klares Spiel für die preiswertere und handlichere Lumix? Im Grunde schon…wenn ich dann nicht beim Lesen der Gebrauchsanweisung das Gefühl hätte, als Konsument für Vollpanne gehalten zu werden oder das Gefühl hätte, verbal einfach zugemüllt zu werden mit Infos, die mich nicht die Bohne interessieren. Lesen wir doch mal, was man bei Panasonic alles zu dem Moment zu sagen hat, wenn man den Auslöser drückt: „Drücken Sie den Auslöser ganz (also weiter nach unten), um die Aufnahme zu machen. Wenn Bilder in den internen Speicher (oder auf die Karte) aufgenommen werden, leuchtet die Zugriffsanzeige rot. Schalten Sie dieses Gerät nicht aus, nehmen Sie weder den Akku noch die Karte heraus und stecken Sie das Netzteil (DMW-AC7E; Sonderzubehör) nicht aus, solange die Zugriffsanzeige leuchtet [wenn Aufnahmen in den Speicher geschrieben, gelesen oder gelöscht werden oder wenn der integrierte Speicher oder die Karte formatiert wird]. Setzen Sie die Kamera weder Vibrationen und Stößen noch elektrostatischer Aufladung aus. Die Karte oder die Daten auf der Karte könnten beschädigt werden und das Gerät funktioniert unter Umständen nicht mehr ordnungsgemäß. Falls ein Bedienvorgang aufgrund von Erschütterungen, Stößen oder elektrostatischer Aufladung nicht funktioniert, nehmen Sie den Vorgang erneut vor.“ Fehlt eigentlich nur noch der Hinweis: „Wenn Ihnen beim Fotofrafieren eine Person vor die Linse huscht, dann können Sie den Vorgang des Fotografierens erneut vornehmen.“ Nee, sorry Leute…Zuviele Infos, die nicht relevant sind. Ich hätte es wissen müssen. Ich hatte mal einen DVD-Recorder von Panasonic, den ich schon nach wenigen Stunden zu hassen begann. Ursache war unter anderem eine Gebrauchsanweisung im selben Stil. Hier der Vergleich – so hört sich das bei Canon an: „Lösen Sie aus. Drücken Sie den Auslöser zur Bildaufnahme ganz nach unten. Das aufgenommene Bild wird etwa 2 Sekunden lang auf dem LCD-Monitor angezeigt. Wenn das integrierte Blitzgerät für die Aufnahme ausgeklappt wurde, können Sie es jetzt wieder einklappen.“