Archiv für Oktober 2009

Winterschlaf

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Das Wetter wird auch nicht mehr so wirklich richtig besser – Der Herbst bzw. der Winter klopfen unmißverständlich an die Tür. Am Samstag war es für mich leider so weit und ich habe die Motorradsaison 2009 für mich beendet. Mein kleiner Ninja ist jetzt im Winterschlaf. Schlaf gut, Hoshi! Wir sehen uns im April!

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Weihnachtsmarkt im Rheingau

Montag, 26. Oktober 2009

Nein, ich habe mich nicht im Monat geirrt :-) Am Wochenende haben zwei liebe Freunde ihren Abschied aus Deutschland gefeiert – mit einem vorweihnachtlichen… nunja… SEHR vorweihnachtlichen privaten Weihnachtsmarkt, weil sie an ihrem neuen Lebensabschnittspunkt Kanada wohl auf diesen Luxus von Mandelduft und Glühweinfusel verzichten müssen. Eintritt: 5 Kanada-Dollar für die Reisekasse. Eine geniale Idee – die meine Bank brutal zunichte gemacht hatte. Denn erst wollte man mich mit 11 Euro Bearbeitungsgebühr vergraulen und als ich mich nicht vergraulen ließ, wollte man nicht einmal mehr die 11 Euro. Nein, in dieser banalen Höhe würde man generell kein Geld tauschen. Ich soll doch meine Kreditkarte nehmen. Tolle Idee…Jungs, ich hab Euch total gerne – aber meine Krediktkarte brauche ich hier leider selber. Trotzdem: Gute Reise und bis in einem Jahr! Und danke, dass ich trotzdem rein durfte! :-)

Bald ist Weihnachten, Ostern, Muttertag…aber VORHER…

Freitag, 23. Oktober 2009

Wieder mal ein Ding aus der Mailbox. Bald ist Weihnachten! Ganz toll…wenn mans mag. Und wer es doof findet, dass die Läden schon jetzt voll sind von Weihnachts-Süßkram, dem kann geholfen werden. Denn vor Weihnachten kommt….*grübel*…Nikolaus…. ach nein… der erste Advent….auch nicht. Stimmt! Halli-Halloween. Das ist noch gruseliger als alte Säcke im roten Nerz. Viel wichtiger aber: Auch dafür gibt es natürlich gruseligen Süßkram. Was ich mich beim Anblick dieser Anzeige frage: Warum, um Nikolausies Willen schreiben die nicht einfach gleich rein: „Bald ist Halloween“…und ersparen und den Ausblick auf Weihnachten? Oder was war nochmal am 24. Dezember???

Und wo ich grade am Maulen bin: Die Betreffszeile finde ich auch doof. „….Weihnachten!!!!! -das wartet auf Ihre süssen Geschenke!“. Der Gedankenstrich ist falsch gesetzt, „süß“ schreibt man immer noch mit „ß“ und die vielen Ausrufezeichen bedeuten, dass mich einer anbrüllt. Und wieso wartet Weihnachten auf MICH??? Auf mich muss man nicht warten – ich bin pünktlich.

Halloween

Gedankenreise beim Sport

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Gestern war ich im Sportstudio – wie jeden Mittwoch, denn da hab ich meinen Drei-Stunden-Sport-Tag *angeb* Aber irgendwie war ich nicht in Stimmung, was ganz schlimm ist, denn dann fange ich an, mir über alles Mögliche Gedanken zu machen. Warum zum Beispiel sind manche Scheiben für Langhanteln dicker, obwohl sie laut Beschriftung, das gleiche Gewicht haben sollten? Und will mein charmanter Trainer den femininen Leitwolf  geben, wenn er ein T-Shirt anhat, auf dem der Hersteller „PUMA“ als Rundumdruck zu sehen ist und dann vorne eben „MA PUMA“ steht? Wer ist „Ma Puma“? Die Mutter des Puma? Oder die Tante von Ma Baker? Warum sagt er „So, jetzt hatten wir den Rythmus 3 hoch und 1 runter. Jetzt schneller mit 2 hoch und 2 runter.“ Denn schneller ist das unterm Strich doch nicht, oder? Und was will er mir wirklich mit dem Satz „Leg Dich hin und drück die Stange nach oben!“ sagen? Ach naja. Ich sollte nicht so viel grübeln…

Tea-Time

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Die Agentur stellt uns als schaffenden Schergen kostenlos Tee zur Verfügung. Das ist schön. Und im Laufe der Jahre findet sich hier eine Angebotsvielfalt, die jedem Teehändler Konkurrent macht. Das ist noch schöner. Da finden sich neben Klassikern wie Pfefferminze oder Hagebutte dann sowas wie Grüner Tee oder Früchtetee – und eben auch Kreationen mit Namen wie „Schwarzer Friese“, „Momente der Ruhe“ (der übrigens schmeckt wie vollgepisste Wolldecke), „Momente der Inspiration“ oder „It’s tea-time“. Großartig. Aber wenig alltagsbezogen. Ich würde daher dafür plädieren, für den Berufsalltag Produktbezeichnungen einzuführen wie „Momente des Nervenzusammenbruchs“, „Augenblicke des Genervtseins“, „Blöder Kollege“ oder „It’s Payday“.

So you think you can…

Montag, 19. Oktober 2009

…was heißt „staunen, als ob man mitm Hammer eins auf den Kopf gekriegt hätte“ auf englisch? Am Samstag hatte ich bei Freunden die große…Freude…*mmmpf*, Ausschnitte der amerikanischen Show „So you think you can dance“ zu sehen. Öhm…ja…Im Grunde nun eine Casting-Show wie jede andere auch. Und auf Sat.1 gibt es einen ähnlichen Kram ja auch zu sehen. Das US-Vorbild unterscheidet sich allerdings darin, dass nicht irgendeine Audition in Wanne-Hintermosbach stattfindet, sondern alles natürlich viel grööööößer ist. Und auch hier gibt es einen bzw. mehrere Quoten-Irre, die Jahr für Jahr wiederkommen, um die Menschheit an der krassen Fehleinschätzung ob ihrer Talente teilhaben zu lassen. Hier der hoffnungslose Fall eines Mannes, der sich für unwiderstehlich und für ein Tanzgenie hält. Oder kurz gesagt: Für ein unwiderstehliches Tanzgenie. Oder für ein tanzendes Unwiderstehlichkeitsgenie. And so he thinks he can…was auch immer….

Was wir so machen: Fokusgruppen

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Hier wieder mal eine Geschichte aus dem Fundus….so geschehen irgendwann vor ein paar Jahren.

Das Projekt:
Fokusgruppen. Das sind Diskussionen mit einer bestimmten Zielgruppe zu einem bestimmten Thema.

Der Termin:
Am Montag der kommenden Woche beginnt in Berlin eine Fokusgruppe. Es geht unter anderem um die Erstellung einer Collage aus Bildern, die aus Zeitschriften geschnippelt werden.

Das Material:
Zeitschriften in großen Mengen: Zwölf Ausgaben pro Heft, das bedeutet, der Paketbote muß seeehr muskulös sein. Die Pakete kommen von den Verlagen und müssen dann nach Berlin verschickt werden.

Die Bedeutung:
Der Verlagsgruppe Milchstraße kommt der wichtigste Part zu: Vier Hefte á zwölf Ausgaben: Ein Hammerpaket, vor allem bei dem Format der Hefte.

Timing:
Knapp. Milchstraße versprach rechtzeitige Lieferung.

Das Rätsel des Bermuda-Dreieicks:
Die Hefte wurden heute früh um neun Uhr von der Spedition geliefert. Seither fehlt von ihnen jede Spur.

Missing in Action:
Nachdem ich den halben Tag durchs Haus gerannt bin und die Dinger gesucht habe (wie gesagt: Das Zeug ist wirklich wichtig), kam eben die Auflösung. Unsere Empfangsdame von heute früh erklärte mir, daß sie das Paket (auf
dem mein Name stand) aufgemacht hat und den Inhalt an Mitarbeiter verschenkt hat. Grund: Sie dachte, es seien Probeexemplare. Mein Gegenargument „da stand mein Name drauf“ hatte keine Chance! Was kann man gegen die Argumentation unserer Empfangsdame schon ausrichten, wenn sie sagt: „Och, auf den Paketen, die hier so täglich reinkommen, stehen oft immer wieder so viele Namen drauf..:“ Ich solle mal in Zukunft lieber anrufen, wenn ich Post erwarte.

Telefonseelsorge:
Würde ich den Wunsch unserer Empfangsdame umsetzen, komme ich vom Telefon nimmer los. Ich bekomme etwa 200 Zeitschriften im Monat bzw. pro Woche.

Kampf dem Blätterklau:
Wir verschickten jetzt eine Mail, in der alle Mitarbeiter aufgefordert werden, die Dinger wieder rauszurücken. Das bedeutet viele Tränen bei so qualitativ hochwertigen Titeln wie Tomorrow, dem Magazin, das eh keiner lesen will. Außer es koscht halt mal nix.

Das Schwabenländle:
Unser schwäbischer Kollege meinte dazu: „Hanoi, isch dengg, da wird demnächst aaaan Job als Empfaangsdaaaame frai.“

Will sich jemand bewerben????

The Return Of The Klohpapierrollen-Umhäkelung

Montag, 12. Oktober 2009

Kennt noch jemand diese furchtbaren umhäkelten Klohpapierrollen auf den Hutablagen diverser Fahrzeuge? DER ultimative Styling-Schock der 60er und 70er Jahre? Jahrelang fragte man sich: Wo sind sie geblieben? Ist das deutsche Geschmacksniveau nun so gestiegen, dass man diese Dinger vollends verbannt hat? Offenbar nicht: Ein Comeback scheinen diese Dinger offenbar in einem Hotel zu erleben, in dem ich letzte Woche einen Lehrgang erleiden musste. War das Hotel noch dekoriert im Stile des Bauhauses Baumarktes, so fand sich in den Waschräumen als Ummantelung der Blumenvasen DAS hier:

08102009

Gut, vielleicht isses auch keine Klohpapierrollenumhäkelung, sondern einfach der vergessene Schlübber eines Gastes, der hier zu ungeahnten Ehren aufsteigt…absteigt….kommt. Was auch immer.

Legoland

Montag, 05. Oktober 2009

Am Sonntag war in Frankfurt verkaufsoffener Sonntag. Eine schöne Gelegenheit, auch endlich mal das neue MyZeil unter die Lupe zu nehmen. Naja, ein Einkaufszentrum, sorry, eine Shopping Mall wie jede andere auch….Doch halt! Unten gibt es einen Lego-Shop! *wie ein Kind freu* Was mir außer den Massen von Star Wars-Spielsachen und den Häusern, Altersfreigabe 14plus (wobei ich mich frage, welcher 14-jährige mit Lego baut) am besten gefiel, was die olle Truhe mit den Legoklötzen zum Ausprobieren. Und nunja…das kommt dabei heraus, wenn sich ein angehender Stararchitekt und ein verspielter Werbefuzzi an einem Alternativprojekt zu MyZeil versuchen:

05102009

Toll, was?! :-)

Was wir so machen….“Unser Produkt“

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Wir haben für die Firma eine Homepage. Hat man halt. Und eine Email, an die man schreiben kann. Hat man halt. Diese Mails landen übrigens alle bei mir, weil ich unsere Briefkastenoma bin….Hab dann halt ich…. und da hab ich auch keinen Stress mit. Auffällig ist derzeit aber schon, dass in wirtschaftlich harten Zeiten auch Mails in diesem Postfach landen, wo um Zusammenarbeit gebeten wird, damit der Rubel hüben wie drüben rollt. Macht man halt so. Viele der Anfragen sind freundlich und erklären kompetent, was man will und wie man Geld machen könnte. Und dann kommen dann auch Mails wie diese:

„Guten Tag, wir bieten Ihnen ein vollkommen neues Produkt an, mit dem Sie schnell neue Kunden gewinnen werden. Die Konkurrenz sucht täglich nach neuen Methoden der Kundengewinnung, unser produkt ermöglicht dies auf effektive Weise. Schon in den ersten Tagen in denen Sie unsere neuen Lösungen ausprobieren, werden Sie den Unterschied sehen. Unsere Produkte sind die perfekte Lösung zur Gewinnung neuer Kunden und zur Überbietung der Konkurrenz. Als Beweis der Wirksamkeit unserer Produkte steht die Liste der zufriedenen Kunden, die dank unserer Lösungen schnell und effektiv die entsprechende Zielgruppe, die ihre Dienstleistungen und Produkte gesucht hat, erreichten. Selbstverständlich ist unser Angebot nicht bindend und man kann es ignorieren, jedoch wäre es nicht schade neue Kunden zu verlieren?“ Es folgte eine URL.

Und von mir folgt nun die Frage: „What the f*** ist unser Produkt?????“ Ich tippe auf eine krachlederne Büffelpeitsche, mit der man die Kunden einfach zusammentreiben kann.