Archiv für September 2009

Rein und raus: Bahnchaos in Tokyo

Dienstag, 15. September 2009

Runde zwei in Japanisch, Semester 4. Und weil wir immer eng an der Realität bleiben, haben wir uns vom Lehrbuch, das den wunderbaren Titel „Japanisch im Sauseschritt“ trägt, kurzzeitig gelöst. Denn wie fängt man einen japanbegeisterten Gai-Jin am besten ein? Man hält ihm etwas aus Japan unter die Langnase. Nein, das hier ist nicht das Schnittmuster aus der aktuellen Burda Moden. 

 Tokyo-Metro

Es handelt sich hierbei um den Netzplan der Tokyoter U- und S-Bahnen. Die Aufgabe: Sucht euch zwei beliebige Punkte und erklärt euch, wie man mit welcher Linie dorthin kommt und wo man in welche Linie umsteigen muss. Und umsteigen muss man da dauernd. Selbst wenn man nur eine Station weiter will. Auf Japanisch. Mein Rat: Wenn nun jemand versucht, vom internationalen Flughafen Narita (oben rechts) zum Flughafen Haneda (unten Mitte) zu kommen: Geh zu Fuß….

Opel im Emergency Room

Dienstag, 15. September 2009

Lassen wir zunächst diesen kurzen Videoclip auf uns wirken….

Nun stellen wir uns die Frage: Was will uns der Propeht mit diesem Mist sagen? Okay, Blitze, Opel-Blitz…okay, schon kapiert. Aber wenn ich nun böse wäre, würde ich sagen: Das erinnert doch schwer an Elektroschocks, die man einem schon toten Patienten reindonnert, um ihn aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Großartig. Wirklich…eine tolle Assoziation. Das ganze wird dann leider auch noch dadurch unterstützt, dass man den neuen Claim, den ich übrigens auch ganz schlimm finde, weil er mich spontan und dann leider auch wiederholt immer wieder an Edeka erinnert (Zur Erinnerung: „Edeka – Wir lieben Lebensmittel“), so einblendet, dass er wirkt, als wolle man sagen: „Opel. Wir leben….NOCH.“ Oder will man dann eher sagen: Opel. Wir leben. Autos…“ und hat einfach nur vergessen, den Punkt zu setzen und nach dem Wort „Autos“  weiterzuschreiben? Als Rüsselsheimer kann ich dazu nur sagen: Nein, nein und nochmal nein. Naja…immerhin lässt sich der Spruch dann wohl irgendwann einfach und schnell abwandeln in „Opel. Wir leben. Fragt sich, wie lange noch.“

Der Elch plauscht wieder

Sonntag, 13. September 2009

Tatsache! Ich wurde gefragt, warum in den letzten Tagen so wenig gepostet wurde! Die einfache Lösung: Ich war einfach mal ein wenig abgängen…

07092009

..und war im Urlaub.

Die Ninja: Geschichten aus 1000 und vier Kilometern

Samstag, 12. September 2009

Am Montag nach meinem Japanischkurs war es endlich so weit: Auf der A60 von Mainz nach Rüsselsheim hat meine Kawasaki Ninja die 1.000-Kilometer-Marke übersprungen. Hier das Beweisphoto:

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Wie man anhand der übrigen Anzeigen unschwer erkennen kann, habe ich das Bild NICHT in voller Fahrt aufgenommen.

Wahlk(r)ampf der CDU: Scheintot

Samstag, 12. September 2009

Auf dem Weg zu meinen Eltern fiel mir heute folgendes Bild einer unbekannten deutschen Partei der CDU auf:

13092009(001)

Eigentlich nichts Besonderes, denn der blöde Slogan, voll im Saft zu stehen, scheint die einzige Aussage im Wahlkampf zu sein und prangt wohl an vielen Stellen. Mir fiel dieses Plakat auch nur deshalb auf, weil es unittelbar am Eingang des örtlichen Friedhofes (!!) prangt (was leider auf dem Photo nicht ersichtlich wird. Also glaubt es mir einfach). Was also will uns dieser öde Spruch nun wirklich sagen? Will man den Verstorbenen hier eine lange Nase drehen a la “Nananana, hurra, WIR leben noch und ihr nicht!”?! Oder soll hier für den Fall, dass es sich die eine oder andere Leiche doch noch anders überlegt, gleich vorgesorgt werden? Im Sinne von “Wenn Du wiederkehrst aus dem Reich der Toten, dann wähle uns, denn bei uns ist Deine Rente immer noch sicher!”?  Wir wissen es nicht. Aber wenn am Wahlsonntag diverse Zombies in den Wahllokalen auftauchen, dann werde ICH schnell das Weite suchen. Nach der Stimmabgabe. Oder ich mache doch Briefwahl.

Sch(n)eiden tut weh

Freitag, 11. September 2009

George Bernard Shaw hat mal gesagt, dass es im Leben zwei Tragödien gibt: Die Nichterfüllung eines Herzenswunsches und die Erfüllung eines Herzenswunsches. Nonsens! Eine Tragödie viel größeren Ausmaßes ist es, wenn Dir Deine langjährige Friseurmeisterin sagt, dass sie aufhört, weil sie ins Ausland geht. Diese Hiobsbotschaft ereilte mich im Sommer. Da alle Bestechungsversuche nichts halfen und sie tatsächlich ging, kam ich nicht um rum, nun zu ihrem Nachfolger in Behandlung zu gehen. Der First Contact war schon sehr seltsam. Irgendwie muss eben alles wieder bei Null losgehen: Was man will, wie man sich das vorstellt und ganz wichtig: Was man sich auf gar keinen Fall vorstellt! Und die Aussage, er war früher in der Metallbranche tätig, verursachte durchaus bei mir zusätzliche Verwunderung und Sorge um mein Haar. Aber da war es schon zu spät. Und was soll ich sagen: So schlimm wars gar nicht! Im Gegenteil: Das Ergebnis gefällt mir richtig gut! Saubere Arbeit unseres Ex Heavy Metallers. Mein Fazit: Ein neuer Friseur bedeutet doch nicht den Weltuntergang! So, nun hoffe ich mal, dass ich mir nicht auch noch einen neuen Zahnarzt suchen muss….DAS wäre wieder mal eine Tragödie!

Das merkwürdige Duschverhalten geschlechtsreifer Großstädter, Teil 2

Donnerstag, 10. September 2009

Gestern beim Sport war es mal wieder so weit: Mir begegnete eine weitere seltsame Spezies homo masculinaris, die sich durch besonderes Verhalten in bzw. in diesem Fall nach der Dusche hervortat:

Es handelt sich dabei um die seltsame Art des FF – des Fuß-Föners. Erst kommen sie scheinbar trocken aus der Dusche (was ja schon schön ist, beherrschen sie doch offenkundig die Fähigkeit, sich mit einem Handtuch abzutrocknen). Aber der Schein trügt, denn offenbar hat die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten, nicht dazu gereicht, sich auf einem Fuß stehend den anderen abzutrockenen gereicht. Wir kennen das Phänomen aus allen möglichen Kursen, wenn der/die Trainer/in auffordert, sich auf ein Bein zu stellen und das andere zu dehnen. Die dabei resultierenden Figuren würden jedem Eiskünstläufer die Bestnote einbringen – vorausgesetzt, Duffy Duck oder Miss Piggy säßen in der Jury. Offenkundig erinnert sich der Fuß-Föner an diese Schmach, wenn er aus der Dusche kommt, glaubt er doch, eine elegantere Lösung gefunden zu haben. Denn: Er ist ja ein Mann und MUSS sich demnach die Technik untan machen. So schreitet er mehr oder minder bekleidet nach getaner Selbstberegnung (aus der Dusche!) zielstrebig in Richtung Fön, um dann, auf einem Bein stehend, hüpfend, herumtorkelnd wie ein russischer Matrose der Schwarmeerflotte mit dem Fön die Fußsohlen zu trockenen. HALLO?! Einfach hinhocken und ein Handtuch nehmen kommt nicht in Frage? Wieso denn nicht? Es ist ja nun nicht so, dass an jedem Schrank ein eigener Privatfön hängt, so dass andere in der Absicht, sich die HAARE zu fönen, nun nicht warten müßten und Zeugen dieses unfreiwillig komischen Schauspieles werden würden. Naja, ich kann glücklich sein….wenigstens sind die Füße gewaschen….zumindest hoffe ich, dass es nicht der Schweiß ist, der da zielstrebig vom Winde verweht wird….

Nicht Wissen macht Spaß!

Montag, 07. September 2009

Endlich, endlich, endlich…mein Japanisch-Kurs läuft seit heute wieder. Wie zu erwarten war es eine Achterbahn der Gefühle. Zum einen dominierte die Freude, endlich liebgewonnen alte Bekannte wiederzusehen. Zum anderen aber war da auch die Sorge vor der zu erwartenden Blamage nach dem Motto „Soooo, nun wollen wir mal schauen, welche Schäden die Ferien hinterlassen haben.“ Während meine Fähigkeiten, Verben in den einzelnen Formen zu kennen sowie Kanji zu lesen noch halbwegs brauchbar waren, versagten meine Fähigkeiten, Kanji zu SCHREIBEN vollends. *rot anlauf* Gut zu wissen, dass man die übrigen freien Tage doch noch sinnvoll füllen kann. Damit nicht genug: Wir haben zwei neue Kursmitglieder: In einem Fall eine Japanrückkehrerin, die uns alsbald wahrscheinlich völlig an die Wand reden wird, zum anderen der Freund einer Kursteilnehmerin, der das Wissen der vergangenen Kurse quasi trocken zu Hause gepaukt hat und ordentlich mithalten konnte. Hut ab, mein Lieber und Asche auf unser aller Haupt, die sich mit der Aufgabe „Erzählen Sie mal, was Sie so alles in den Ferien gemacht haben“ einen abgebrochen haben. Damit es nicht ganz so frustig wurde, folgte dann schnell der kulturelle Part…den aber auch keiner kapiert hat. Es ging um TanKas…nicht mit G….was wohl eine Literaturform darstellt, die in Japan jedes Kleinkind kennt, nur wir Westeuropäer nicht mal ansatzweise verstehen, was der ganze Zinnober überhaupt soll. Aber: Mann kann ein superdolles Kartenspiel draus machen, dass dann konsequenterweise auch keiner verstanden hat, aber irre viel Spaß macht. Im ersten Durchgang wurde ich Zweiter, im zweiten dann irgendwie vorletzter. Warum? Keiiiiiiine Ahnung:-)

Imbiss beim Sport..is(s) wichtig!

Donnerstag, 03. September 2009

Mittwochs habe ich meinen Dauer-Sport-Abend: zwei Stunden Spinning und als Ausklang eine Stunde Muscle Fire – ein Kraft-Ausdauer-Training mit diversen Lang- und Kurzhanteln. Klingt nach viel? Naja, man kann sich dran gewöhnen und Spaß macht es auch….wenn man sich dran gewöhnt hat. Nun hatten wir im gestrigen zweiten Spinnung-Kurs eine Teilnehmerin, die nicht daran gewöhnt war und aufgrund der Anstrengung tobend und schnaubend zum Unglaublichen Hulk mutierte und alles kurz und klein schlug wohl wegen Unterzuckerung eine Zwangspause einlegen mußte. Kann passieren und sofort waren zwei Trainer da, die sich um sie kümmerten. Das stärkt das Vertrauen in das Studio und mitbekommen hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt davon eh wenig, weil die Dame genau hinter mir saß. Mitbekommen hatte ich es erst so richtig, als meine Kursleiterin zum Cool-Down die Ereignisse Revue passieren ließ. Man stelle sich das vor: Die Meute hockt durchgeschwitzt und in freudiger Erwartung des Kursendes auf den Bikes, coolt wie gesagt down und entspannt und will einfach nur in Ruhe dehnen und stretchen. Dazu braucht es auch nur wenige Anweisungen: „Soooo, ein Fuß nach vorne und dann die Wade dehnen…(soweit, so gut)….jaaaa., so kanns gehen…..(Pause)…jaja, was da alles passieren kann. (Nein, sags nicht!) Da isst man zu wenig und dann ist man ruck zuck unterzuckert. (Pause). So, jetzt das andere Bein…..Also grade wenn man zwei Kurse fährt, dann sollte man darauf achten, dass man vorher was gegessen hat. Oder zwischendurch ein Traubenzucker. (Pause). Und trinken ist auch wichtig. (Pause). Jaja, also ich finds ja toll, dass ihr da alle so toll geholfen habt! (Haben wir das????) Das ist ja wichtig, weil ich ja auch raus musste (das wollte ich dann so langsam auch, weil mein nächster Kurs bald anfing….), jemanden holen und dann sind alle allein. Das heisst allein seid ihr ja nicht, aber eben ohne Kursleitung und dann kommt man schon schnell raus (Habe ich schonmal gesagt, dass wir da immer noch mit dem „anderen“ Bein in der Übung verharrten und darauf warteten, endlich weiterzumachen?). Und wenn dann alle weitermachen, dann ist das gut! (Pause). Also zwischendurch was essen. So ein Riegel. (Pause). Muss ja keiner von hier sein. (sehr kurze Pause). Kann auch einer von Aldi sein. (Pause) Wie heissen die doch gleich? (etwas längere Pause) Naja, egal (Stimmt…!). Oder was anderes (NEIN, bitte NICHT die Ernährungspyramide aufzählen!!!). So ein Stück Schokolade zum Beispiel…“ (Klar, logisch, so ein Stück Schokolade ist erst so richtig gut, wenn man es nach zwei Stunden Spinning aus der Innenseite seiner durchgeschwitzten Hosentasche rausleckt. DAS würzt!). Auf meine blöden Kommentare wie „Gut, dann packe ich jetzt zum nächsten Kurs erstmal das Käse-Fondue aus“ habe ich dann verzichtet, weil es schon spät war trotzdem nicht verzichten können.

Wir waren immer noch mit der ersten von drei geplanten Dehnübugen beschäftigt, während wir weiteren Ernährungshinweisen in Bezug auf die Ausdauersteigerung durch Süßkram lauschten. Was liebe ich da doch die kurzen prägnanten Anweisung meines längjährigen Spinning-Trainers E.: „Trinktn Schlugg….is wichtich.“

Invasion!

Mittwoch, 02. September 2009

Von unserem Korrespondenten in San Francisco erreicht uns soeben folgende Videoübertragung: